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Aktuelles aus dem Landtag

Themen, die mich bewegen

Der Landtag von Nordrhein-Westfalen ist der Ort, an dem konkrete Entscheidungen getroffen werden – für Klimaschutz, Bildung, soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit und ein friedliches, vielfältiges Miteinander.


Auf dieser Seite teile ich eine persönliche Auswahl von Themen, die mich im parlamentarischen Alltag besonders beschäftigen. In dieser Legislaturperiode bin ich Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien sowie Fachsprecherin für Petitionen unserer Fraktion. Außerdem bin ich stellvertretendes Mitglied in den Ausschüssen für Heimat, Kommunales sowie Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz und u.a. Präsidentin des Bibliothenekverbands NRW.


Das sind meine fachlichen Schwerpunkte im Landtag – aber Politik endet nicht an Ausschussgrenzen. Als Abgeordnete trage ich Verantwortung für das Ganze. Viele Entscheidungen betreffen mein Wahlgebiet direkt, andere bewegen mich aufgrund ihrer gesellschaftlichen Bedeutung oder weil Kolleg*innen wichtige Initiativen vorantreiben. Gerade bei komplexen oder kontroversen Themen möchte ich politische Einordnung bieten und zeigen, wofür ich stehe – auch über meinen Fachbereich hinaus. 


Wenn Sie Fragen haben oder sich für ein konkretes Thema interessieren: Schreiben Sie mir gern! Der Austausch mit Bürger*innen, Initiativen und Fachleuten ist für meine Arbeit unverzichtbar.

6. Mai 2026: Landesregierung entlastet Bürgerinnen und Bürger, Kommunen und Unternehmen

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens hat mit dem ersten sogenannten Entlastungskabinett ein umfangreiches Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, das den Bürokratieabbau deutlich voranbringen soll. Ziel ist es, Verfahren einfacher, schneller und digitaler zu gestalten – für Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für die Kommunen. Ich begrüße diesen Schritt ausdrücklich. Denn ein moderner Staat muss handlungsfähig sein und den Menschen das Leben erleichtern, statt unnötige Hürden aufzubauen. Gerade in Zeiten großer gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Herausforderungen braucht es Verwaltung, die unterstützt und ermöglicht. Ein zentraler Bestandteil des Pakets ist die Entlastung der Unternehmen von Bürokratie. Zahlreiche Berichts- und Dokumentationspflichten sollen grundsätzlich abgeschafft werden, sofern ihre Notwendigkeit nicht ausdrücklich begründet wird. Damit setzt die Landesregierung bewusst auf mehr Vertrauen und weniger Verwaltungsaufwand. Auch für Bürgerinnen und Bürger soll der Kontakt mit Behörden deutlich einfacher werden. Künftig soll die digitale Kommunikation zum Regelfall werden. Viele Anliegen sollen unkompliziert per E-Mail oder digital erledigt werden können, ohne Schriftform oder persönliche Vorsprache. Das spart Zeit und macht Verwaltung alltagstauglicher. Besonders spannend finde ich zudem die neuen Freiräume für Kommunen. Städte und Gemeinden sollen künftig die Möglichkeit erhalten, sich zeitweise von bestimmten landesrechtlichen Vorgaben befreien zu lassen, um innovative Lösungen vor Ort zu erproben. Das eröffnet Chancen für modernere Verwaltungsabläufe und mehr kommunale Eigenverantwortung. Ergänzt wird das Paket durch vereinfachte Förderverfahren. Weniger Bürokratie, automatisierte Prozesse und vereinfachte Nachweise sollen dafür sorgen, dass Fördermittel schneller dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Für mich ist klar: Bürokratieabbau ist kein Selbstzweck. Es geht darum, Vertrauen zu schaffen, Prozesse zu beschleunigen und den Staat wieder stärker als Partner der Menschen erlebbar zu machen. Genau dafür setzt dieses Maßnahmenpaket wichtige Impulse.

30. April 2026: Altschuldenübernahme der Kommunen weitgehend abgeschlossen

Wir haben eines unserer zentralen Versprechen eingelöst und die Kommunen in einem historischen Umfang von Altschulden entlastet. Die Übernahme der kommunalen Liquiditätskredite durch das Land ist inzwischen nahezu vollständig abgeschlossen – ein Schritt, der Städten und Gemeinden neue Handlungsspielräume eröffnet. Ich begrüße diese Entwicklung ausdrücklich. Viele Kommunen haben über Jahre hinweg unter hohen Altschulden gelitten und mussten trotz großer Herausforderungen immer wieder finanzielle Einschränkungen hinnehmen. Mit der nun erfolgten Entlastung wird ein Problem angegangen, das Nordrhein-Westfalen über Jahrzehnte begleitet hat. Seit Jahresbeginn wurden bereits 149 Kommunen von Liquiditätskrediten in Höhe von rund 8,8 Milliarden Euro befreit. Damit ist der überwiegende Teil der vorgesehenen Entschuldung bereits umgesetzt. Für die betroffenen Städte und Gemeinden bedeutet das vor allem eines: mehr Möglichkeiten, wieder aktiv in die Zukunft zu investieren. Besonders wichtig ist dabei, dass die Entlastung nicht isoliert betrachtet wird. Neben der Schuldübernahme stärkt das Land seine Kommunen auch langfristig. Über das Gemeindefinanzierungsgesetz sowie umfangreiche Infrastrukturprogramme fließen in den kommenden Jahren Milliardenbeträge in Städte und Gemeinden – etwa für Schulen, Kitas, Digitalisierung, Sport oder Verkehrsinfrastruktur. Auch die angekündigte Beteiligung des Bundes ist ein wichtiges Signal. Gleichzeitig zeigt sich aber, dass die strukturellen Ursachen kommunaler Verschuldung weiterhin angegangen werden müssen. Gerade hohe Soziallasten belasten viele Städte und Gemeinden dauerhaft. Für mich ist klar: Starke Kommunen sind die Grundlage für ein funktionierendes Land. Wer vor Ort gestalten soll, braucht dafür auch die finanziellen Möglichkeiten. Die Altschuldenentlastung ist deshalb nicht nur ein finanzieller Schritt, sondern ein wichtiges Signal für mehr kommunale Handlungsfähigkeit und Zukunftssicherheit.

29. April 2026: 200 Millionen Euro für Sportstätten

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens setzt ein starkes Zeichen für den Sport im Land. Mit einem Investitionspaket von rund einer Milliarde Euro sollen Sportstätten modernisiert, Schwimmbäder saniert und Vereine gezielt unterstützt werden. Ich begrüße dieses Vorhaben ausdrücklich, denn gute Sportinfrastruktur ist weit mehr als nur ein Ort für Bewegung. Sportvereine schaffen Gemeinschaft, fördern Gesundheit und leisten einen wichtigen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Damit sie diese Aufgabe auch in Zukunft erfüllen können, brauchen sie moderne und funktionierende Anlagen. Jeweils 200 Millionen Euro sind für Sportstätten, Schwimmbäder und Sportvereine vorgesehen. Besonders wichtig ist dabei, dass die Mittel direkt vor Ort wirken. Wie bereits beim erfolgreichen Programm „Moderne Sportstätte 2022“ entscheiden erneut die Stadt- und Kreissportverbände darüber, wie die Fördergelder an die Vereine verteilt werden. Damit wird sichergestellt, dass die Unterstützung dort ankommt, wo sie tatsächlich gebraucht wird. Gerade viele vereinseigene Anlagen stehen vor großen Herausforderungen – sei es durch Sanierungsbedarf, steigende Anforderungen oder notwendige Modernisierungen. Die neuen Fördermittel schaffen hier wichtige Perspektiven und geben den Vereinen Planungssicherheit. In den kommenden Tagen soll das Programm gemeinsam mit dem Landessportbund Nordrhein-Westfalen, der NRW.BANK sowie Vertreterinnen und Vertretern der Stadt- und Kreissportbünde offiziell vorgestellt werden. Anschließend beginnt die Information der Verbände und Vereine über die konkreten Fördermöglichkeiten. Für mich ist klar: Investitionen in den Sport sind Investitionen in unsere Gesellschaft. Sie stärken das Ehrenamt, schaffen Orte der Begegnung und ermöglichen Teilhabe für Menschen jeden Alters.

23. April 2026: Waldstrategie NRW – Maßnahmenpaket zur Stärkung der Wälder im Klimawandel

Die Wälder in Nordrhein-Westfalen stehen unter Druck und genau darauf gibt die neue Waldstrategie des Landes eine klare Antwort. Mit einem umfassenden Maßnahmenpaket soll der Wald widerstandsfähiger, stabiler und zukunftsfähig gemacht werden. Ich begrüße diesen ganzheitlichen Ansatz sehr. Denn die Herausforderungen sind enorm: Stürme, Trockenperioden und Schädlingsbefall haben in den vergangenen Jahren große Schäden verursacht. Rund 15 % der Waldflächen in Nordrhein-Westfalen sind bereits betroffen. Umso wichtiger ist es, jetzt konsequent zu handeln. Ein zentraler Punkt der Strategie ist der Umbau hin zu klimaangepassten Mischwäldern. Statt anfälliger Monokulturen sollen vielfältige, standortgerechte Baumarten langfristig für mehr Stabilität sorgen. Dazu gehören die Wiederbewaldung geschädigter Flächen ebenso wie eine nachhaltige Pflege und Bewirtschaftung der Wälder. Besonders überzeugend finde ich, dass die Strategie gemeinsam mit zahlreichen Akteuren entwickelt wurde, von Forstbetrieben über Naturschutz bis hin zur Wissenschaft. Insgesamt umfasst sie 17 Themenfelder mit konkreten Zielen und Maßnahmen. Damit liegt erstmals ein umfassender Handlungsrahmen vor, der alle relevanten Aspekte zusammenführt. Mit qualifiziertem Fachpersonal, digitalen Informationsangeboten und gezielten Förderprogrammen unterstützt das Land die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer ganz konkret vor Ort. Bereits in den vergangenen Jahren wurden erhebliche Mittel für die Bewältigung der Waldschäden bereitgestellt. Der Wald ist nicht nur Naturraum, sondern auch Klimaschützer, Wirtschaftsraum und Erholungsort. Ihn zu schützen und für die Zukunft zu stärken, ist eine gemeinsame Aufgabe. Die neue Waldstrategie setzt dafür den richtigen Rahmen.

20. April 2026: Ein Ja für Olympia in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen hat Ja gesagt. So viele Menschen wie noch nie haben in NRW direkt über ein wichtiges Zukunftsthema entschieden und sich mehrheitlich für eine Bewerbung um die Olympischen Spiele ausgesprochen. Dieses klare Votum freut mich sehr. Es zeigt, dass die Menschen im Land bereit sind, große Ideen mitzutragen und aktiv mitzugestalten. Ein olympisches Sommermärchen in Nordrhein-Westfalen ist damit greifbarer geworden. Dabei geht es um weit mehr als ein sportliches Großereignis. Für viele junge Menschen könnten Olympische Spiele im eigenen Land ein prägendes Erlebnis sein. Gleichzeitig steht dieses Votum für ein neues Verständnis von Olympia. Die Menschen haben sich für Spiele ausgesprochen, die nachhaltiger, kompakter und demokratischer gedacht sind, weg vom Gigantismus vergangener Jahrzehnte, hin zu einem Format, das sich stärker an den Bedürfnissen der Gesellschaft orientiert. Ebenso wichtig ist aber auch der Blick auf diejenigen, die sich kritisch geäußert haben. Ihre Bedenken sind ein Auftrag, genau hinzuschauen und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Denn klar ist: Olympische Spiele können nur dann ein Erfolg für alle sein, wenn sie mit sinnvollen Investitionen in Infrastruktur und Sportstätten verbunden werden und langfristig Mehrwert schaffen.

16. April 2026: Verfassungsschutzbericht 2025: Extremistische Szenen wachsen, Künstliche Intelligenz setzt unsere Demokratie unter Druck

Der aktuelle Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2025 macht deutlich: Die Bedrohungslage für unsere Demokratie bleibt angespannt. Extremistische Strömungen wachsen weiter, politisch motivierte Straftaten erreichen neue Höchststände und auch internationale Einflussnahme nimmt zu. Ich halte es für wichtig, diese Entwicklungen klar zu benennen. Denn nur wer die Gefahren erkennt, kann ihnen wirksam begegnen. Mit über 13.600 politisch motivierten Straftaten wurde erneut ein Höchststand erreicht, was ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist. Besonders der Rechtsextremismus stellt weiterhin die größte Bedrohung dar, aber auch andere extremistische Bereiche tragen zu dieser Entwicklung bei. Hinzu kommt eine neue Dimension. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Manipulierte Bilder, sogenannte Deepfakes, und gezielte Desinformation können die öffentliche Meinungsbildung beeinflussen und Vertrauen in staatliche Institutionen untergraben. Diese Entwicklung stellt unsere Demokratie vor neue Herausforderungen, auf die wir entschlossen reagieren müssen. Auch Spionage und Cyberangriffe aus dem Ausland nehmen zu. Staaten wie Russland, China oder der Iran versuchen gezielt, Einfluss auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu nehmen. Dabei werden zunehmend auch einfache Akteure eingebunden, die über soziale Medien angeworben werden. Gleichzeitig zeigt der Bericht, dass Nordrhein-Westfalen auf diese Entwicklungen reagiert. Mit einem modernisierten Verfassungsschutzgesetz wurden die Befugnisse angepasst, um Gefahren früher zu erkennen und effektiver zu bekämpfen. Ergänzend dazu wird verstärkt auf Prävention gesetzt, durch Aufklärung, Bildungsangebote und gezielte Ansprache. Für mich ist klar: Der Schutz unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung ist eine dauerhafte Aufgabe. Es braucht starke Sicherheitsbehörden, klare Regeln und eine Gesellschaft, die aufmerksam bleibt und Haltung zeigt.

15. April 2026: 3.000 Nachwuchskräfte der Polizei Nordrhein-Westfalen vereidigt

In der LANXESS-Arena wurden in dieser Woche rund 3.000 Nachwuchskräfte der Polizei Nordrhein-Westfalen feierlich vereidigt. Für die angehenden Kommissaranwärterinnen und -anwärter sowie Regierungsinspektoranwärterinnen und -anwärter beginnt damit ein neuer Lebensabschnitt, verbunden mit Verantwortung, Einsatzbereitschaft und einem klaren Bekenntnis zu unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Ich finde: Dieser Moment verdient besondere Aufmerksamkeit. Denn wer sich für den Polizeidienst entscheidet, übernimmt eine zentrale Aufgabe für unsere Gesellschaft. Es geht nicht nur um Sicherheit, sondern auch um Vertrauen, Rechtsstaatlichkeit und den Schutz unserer gemeinsamen Werte. Vor tausenden Gästen, darunter viele Familienangehörige und Freundinnen und Freunde, wurde deutlich, wie groß die Bedeutung dieses Schrittes ist, sowohl für die jungen Menschen selbst als auch für unser Land insgesamt. Die konstant hohen Einstellungszahlen zeigen zudem, dass der Polizeiberuf weiterhin attraktiv ist und viele junge Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Die Ausbildung der Nachwuchskräfte ist dabei anspruchsvoll und praxisnah. In einem dualen Studium werden rechtliche, polizeiliche und gesellschaftliche Grundlagen vermittelt, ergänzt durch intensive Praxiserfahrungen in den Polizeibehörden. So werden die Beamtinnen und Beamten gezielt auf ihre vielfältigen Aufgaben vorbereitet. Für mich ist klar: Eine gut ausgestattete und personell starke Polizei ist eine Grundvoraussetzung für Sicherheit und Zusammenhalt. Die Vereidigung der neuen Nachwuchskräfte ist deshalb nicht nur ein persönlicher Meilenstein für die Beteiligten, sondern auch ein wichtiges Signal für die Zukunft unseres Landes.

15. April 2026: Landesregierung stärkt den Nichtraucherschutz

Die Landesregierung entwickelt den Nichtraucherschutz in Nordrhein-Westfalen weiter und reagiert damit auf veränderte Konsumgewohnheiten. Mit der geplanten Änderung des Nichtraucherschutzgesetzes (NiSchG NRW) werden bestehende Regelungen konsequent angepasst und erweitert. Künftig sollen die bestehenden Rauchverbote unabhängig von der Konsumform gelten. Das bedeutet, neben klassischen Tabakprodukten werden auch E-Zigaretten, sogenannte Vapes, Tabakerhitzer sowie Cannabisprodukte in die Regelungen einbezogen. Damit wird ein einheitlicher Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens sichergestellt. Ich halte diesen Schritt für richtig und notwendig. In den vergangenen Jahren hat sich das Konsumverhalten deutlich verändert. Neue Produkte sind verbreitet, während die gesetzlichen Regelungen bislang nicht immer Schritt gehalten haben. Genau hier setzt die Novelle an und sorgt für klare und nachvollziehbare Regeln. Entscheidend ist dabei der gesundheitliche Schutz. Auch bei E-Zigaretten und ähnlichen Produkten entstehen Stoffe, die die Raumluft belasten und gesundheitliche Risiken für Dritte mit sich bringen können. Dass diese Aspekte nun ausdrücklich berücksichtigt werden, stärkt den Schutz für alle. Der Gesetzentwurf geht nun in die weitere Abstimmung mit Verbänden. Damit wird sichergestellt, dass unterschiedliche Perspektiven einbezogen werden, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird.

10. April 2026: Land investiert 2026 Rekordsumme in Ausbau und Sicherheit des Radverkehrs

Nordrhein-Westfalen setzt beim Ausbau des Radverkehrs ein starkes Signal: Mit mehr als 172 Millionen Euro investieren Land und Bund im Jahr 2026 so viel wie noch nie zuvor in sichere und moderne Radinfrastruktur. Ich begrüße diese Entwicklung sehr, denn sie zeigt, dass klimafreundliche Mobilität konkret vorangebracht wird. Gerade im Alltag entscheidet eine gute Infrastruktur darüber, ob Menschen auf das Fahrrad umsteigen und genau hier setzt das Land gezielt an. Ein zentraler Baustein ist die Unterstützung der Kommunen. Mit rund 98 Millionen Euro werden vor allem der Neu- und Ausbau von Radwegen, sichere Knotenpunkte sowie Fahrradabstellanlagen gefördert. Städte und Gemeinden können so gezielt den Alltagsradverkehr stärken und attraktive Angebote schaffen. Dass diese Investitionen wirken, zeigt ein Blick nach Düsseldorf. Dort ist die Nutzung neuer Radverbindungen bereits deutlich gestiegen. Allein auf der neuen West-Ost-Route wurden in den ersten drei Monaten dieses Jahres über 200.000 Radfahrende gezählt, ein klarer Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr. Das bedeutet, gute Infrastruktur wird angenommen. Neben kommunalen Projekten investiert das Land auch in eigene Radwege an Bundes- und Landesstraßen sowie in sogenannte Bürgerradwege, die insbesondere im ländlichen Raum wichtige Verbindungen schaffen. Insgesamt verfolgt die Landesregierung das Ziel, innerhalb dieser Legislaturperiode 1.000 Kilometer neue Radwege zu realisieren, wovon bereits ein großer Teil umgesetzt ist. Für mich ist klar: Wer sichere und durchgängige Radwege schafft, stärkt nicht nur den Klimaschutz, sondern auch die Lebensqualität vor Ort. Der Ausbau des Radverkehrs ist deshalb ein zentraler Baustein moderner Mobilität in der Stadt genauso wie auf dem Land.

8. April 2026: Nordrhein-Westfalen stärkt Provenienzforschung – Bibliotheken übernehmen Verantwortung für ihre Bestände

Die nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete und Präsidentin des Verbandes der Bibliotheken Nordrhein-Westfalen, Christina Osei, begrüßt die dritte Förderrunde des Programms „Provenienzen NRW“, dass das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes im Jahr 2026 erneut auflegt. Mit insgesamt 290.000 Euro unterstützt das Land 14 Projekte in Museen, Archiven und Bibliotheken, die sich der Erforschung der Herkunft ihrer Bestände widmen. Ziel ist es, mögliche NS-verfolgungsbedingte Entziehungen zu identifizieren und aufzuarbeiten. In den bisherigen Förderrunden wurden bereits 43 Vorhaben mit nahezu 800.000 Euro gefördert. Zu den ausgewählten Einrichtungen zählt auch die Lippische Landesbibliothek in Detmold. Dort werden die Bestandszugänge aus der Zeit zwischen 1933 und 1945 systematisch überprüft, um mögliche unrechtmäßige Erwerbungen im Kontext nationalsozialistischer Verfolgung sichtbar zu machen. „Ich begrüße es sehr, dass das Förderprogramm erneut aufgelegt wurde. Gerade die Bibliotheken erscheinen auf den ersten Blick nicht als diejenigen, die mit der Thematik in Berührung kommen. Deshalb ist es wichtig, die eigenen Bestände zu überprüfen und sich der eigenen Vergangenheit zu stellen, diese zu hinterfragen und damit als Vorbild für weitere Bibliotheken und öffentliche Einrichtungen zu dienen“, erklärt Christina Osei. Besonders hebt sie die Rolle der Koordinationsstelle für Provenienzforschung in Nordrhein-Westfalen (KPF.NRW) hervor, die die antragstellenden Einrichtungen im Vorfeld fachlich begleitet hat: „Damit erfüllt die Koordinationsstelle den Auftrag, den wir mit der dauerhaften Verankerung der Stelle in Nordrhein-Westfalen vorgesehen haben. Die Beratung und Unterstützung der Einrichtungen ist ein zentraler Baustein für eine qualitätsvolle Provenienzforschung.“ Die KPF.NRW fungiert als zentrale Servicestelle für Herkunftsforschung in Nordrhein-Westfalen. Sie wird gemeinsam vom Land sowie den Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe getragen und unterstützt Museen, Archive und Bibliotheken ebenso wie den Kunsthandel und Privatpersonen. Auf Initiative der schwarz-grünen Landesregierung wurde die Finanzierung der KPF.NRW im Jahr 2024 dauerhaft sichergestellt. „Wir sind stolz auf das Ergebnis und darauf, dass Nordrhein-Westfalen mit diesem Programm einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Provenienzgeschichte leistet“, so die Grüne Landtagsabgeordnete und Präsidentin des Bibliotheksverbandes abschließend.

30. März 2026: Landesregierung startet mit Förderprogramm zur kommunalen Sportentwicklung in die nächste Antragsphase

Die Landesregierung setzt ein klares Zeichen für die Zukunft des Sports vor Ort. Mit dem neuen Förderprogramm „Sportplatz Kommune 2.0“ geht die kommunale Sportentwicklung in Nordrhein-Westfalen in die nächste Runde. Ich halte das für einen wichtigen Schritt, denn Sport ist weit mehr als Bewegung, er schafft Gemeinschaft und fördert Gesundheit. Dabei eröffnet er echte Teilhabechancen. Genau hier setzt das Programm an. Kommunen, Sportvereine und weitere lokale Akteure sollen enger zusammenarbeiten, um passgenaue Angebote vor Ort zu entwickeln. Bereits das Vorgängerprogramm hat gezeigt, wie viel möglich ist. Über 130 Kommunen haben gemeinsam mit Partnern aus Sport, Verwaltung, Schulen und Kitas zahlreiche Projekte umgesetzt und insbesondere den Kinder- und Jugendsport gestärkt. Daran knüpft „Sportplatz Kommune 2.0“ mit einem noch breiteren Ansatz an. Neu ist vor allem die Erweiterung der Zielgruppen. Neben Kindern und Jugendlichen stehen nun auch ältere Menschen sowie besonders unterstützungsbedürftige Gruppen stärker im Fokus. Damit wird Sport noch inklusiver gedacht und gezielt dort gestärkt, wo er besonders gebraucht wird. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Vernetzung. Gefördert wird der Aufbau regionaler Netzwerke, die Sportangebote, soziale Einrichtungen und kommunale Strukturen miteinander verbinden. So entstehen nachhaltige Strukturen, die über einzelne Projekte hinauswirken. Für die Umsetzung stellt das Land insgesamt 1,8 Millionen Euro bereit. Gefördert werden unter anderem neue Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote sowie konkrete Maßnahmen wie Schwimmkurse oder die Qualifizierung von Trainerinnen und Trainern. Die neue Antragsphase läuft vom 1. April bis zum 31. Mai 2026. Ich kann nur dazu ermutigen, diese Chance zu nutzen. Denn starke Sportangebote vor Ort bedeuten mehr Lebensqualität, mehr Zusammenhalt und bessere Perspektiven für alle Generationen.

29. März 2026: Honoraruntergrenzen für freie Künstlerinnen und Künstler: Land stellt 3 Millionen Euro zusätzlich für die faire Bezahlung bereit

Die Einführung von Honoraruntergrenzen für freie Künstlerinnen und Künstler ist ein Meilenstein für die Kulturpolitik in Nordrhein-Westfalen. Damit setzen wir einen zentralen Punkt aus unserem Koalitionsvertrag konsequent um und verbessern spürbar die finanzielle Situation vieler Kunstschaffender. Seit Januar 2026 gilt: Sobald das Land auch nur anteilig fördert, müssen verbindliche Honoraruntergrenzen eingehalten werden und das in allen Sparten. Nordrhein-Westfalen nimmt hier bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Gleichzeitig lässt das Land die Veranstalter mit den zusätzlichen Anforderungen nicht allein und stellt in diesem und im kommenden Jahr jeweils rund 3 Millionen Euro zur Verfügung, um die Mehrkosten abzufedern. Das ist ein entscheidender Schritt. Denn viele Künstlerinnen und Künstler sind trotz hoher Qualifikation bislang auf zusätzliche Einnahmen angewiesen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Faire Honorare sind daher keine Kür, sondern eine grundlegende Voraussetzung für eine nachhaltige und vielfältige Kulturlandschaft. Besonders wichtig ist dabei, dass die Förderung nicht zulasten der Anzahl von Projekten geht. Ziel ist es, die bestehende Vielfalt zu erhalten und gleichzeitig die Arbeitsbedingungen deutlich zu verbessern. Davon profitieren nicht nur die Künstlerinnen und Künstler selbst, sondern auch das Publikum, das weiterhin ein breites und hochwertiges kulturelles Angebot erleben kann. Die Festlegung der Honoraruntergrenzen erfolgte in enger Abstimmung mit Fachverbänden und dem Kulturrat NRW. Unterschiedliche Faktoren wie Veranstaltungsformate, Dauer oder wirtschaftliche Rahmenbedingungen wurden dabei berücksichtigt. Nach der Einführung wird das System regelmäßig überprüft und weiterentwickelt, um langfristig tragfähige Lösungen zu sichern. Für mich ist klar: Wer Kultur will, muss auch für faire Bedingungen sorgen. Mit den Honoraruntergrenzen gehen wir hier einen wichtigen Schritt für mehr Wertschätzung, mehr Sicherheit und eine starke freie Kulturszene in Nordrhein-Westfalen.

27. März 2026: Das Land unterstützt Kommunen, zukunftsfähige Engagementförderung zu entwickeln

Bürgerschaftliches Engagement ist eine der tragenden Säulen unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts. Umso wichtiger ist es, dass Kommunen gute Rahmenbedingungen schaffen, damit sich Menschen vor Ort einbringen können. Genau hier setzt ein neues Angebot des Landes Nordrhein-Westfalen an. Mit der „Entwicklungswerkstatt für kommunale Engagementstrategien: Basiswissen“ erhalten Mitarbeitende aus Kommunal- und Kreisverwaltungen die Möglichkeit, sich gezielt weiterzubilden. Ziel ist es, Engagementförderung vor Ort strategisch weiterzuentwickeln und langfristig zu stärken. Ich begrüße dieses Angebot sehr, denn es geht genau auf die aktuellen Herausforderungen in unseren Kommunen ein. Engagement entsteht nicht von allein, es braucht Strukturen, Ansprechpersonen und eine klare Strategie, um Menschen zu erreichen und zu unterstützen. Im Rahmen der Qualifizierung erwerben die Teilnehmenden nicht nur wichtiges Grundlagenwissen, sondern entwickeln auch konkrete Strategien für ihre eigene Kommune. Gleichzeitig werden sie in ihrer Rolle als Schnittstelle innerhalb der Verwaltung gestärkt und lernen, Netzwerke mit Initiativen, Verbänden und engagierten Bürgerinnen und Bürgern aufzubauen. Besonders überzeugend finde ich den Praxisbezug: Jede teilnehmende Kommune startet ein eigenes Projekt zur Engagementförderung. So wird aus Theorie direkt konkrete Umsetzung und Engagement vor Ort wird sichtbar und erlebbar gestärkt. Das Land unterstützt dieses Programm mit rund 60.000 Euro und ermöglicht damit bis zu 15 Kommunen die Teilnahme. Für mich ist das ein starkes Signal: Wir investieren in die Menschen, die vor Ort Verantwortung übernehmen – und schaffen so die Grundlage für eine aktive, lebendige Zivilgesellschaft.

19. März 2026: Artenschutzprüfung per Knopfdruck: NRW beschleunigt die Genehmigung von Windenergie-Anlagen

Die Landesregierung treibt den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter voran und setzt dabei gezielt auf Digitalisierung. Mit dem neuen Artenschutzfachbeitrag-Tool (AFB-Tool) steht nun ein Instrument zur Verfügung, das Genehmigungsverfahren für Windenergieanlagen spürbar vereinfacht und beschleunigt. Kern des neuen Verfahrens ist die digitale Prüfung von Artenschutzbelangen. Bislang mussten entsprechende Daten oft aufwendig neu erhoben werden. Künftig greift das System direkt auf vorhandene Naturschutzdaten zurück und erstellt per Knopfdruck einen vollständigen Artenschutzfachbeitrag. Dabei werden sensible Arten wie der Rotmilan oder der Schwarzstorch ebenso berücksichtigt wie notwendige Schutzmaßnahmen. Ich halte das für einen wichtigen Fortschritt. Verfahren werden deutlich schneller, ohne dass die hohen Standards im Artenschutz abgesenkt werden. Im Gegenteil, durch die landesweit einheitliche Datengrundlage wird die Prüfung transparenter und rechtssicherer. Das neue Tool wird künftig verbindlich in Genehmigungsverfahren in sogenannten Beschleunigungsgebieten eingesetzt. Behörden und Fachleute werden aktuell geschult, um das System flächendeckend nutzen zu können. Damit nutzt Nordrhein-Westfalen konsequent die Möglichkeiten, die auch auf europäischer Ebene für eine schnellere Umsetzung der Energiewende geschaffen wurden. Die Zahlen zeigen, wie dynamisch sich der Ausbau bereits entwickelt. Nordrhein-Westfalen liegt bundesweit an der Spitze bei der Genehmigung von Windenergieanlagen. Mit dem neuen AFB-Tool wird dieser Weg weiter unterstützt. Für mich ist klar: Klimaschutz und Naturschutz dürfen kein Widerspruch sein. Mit intelligenten Lösungen wie diesem Tool zeigen wir, dass beides gemeinsam gelingen kann.

6. März 2026: Landesentwicklungsplan: Neuer Entwurf für eine nachhaltigere Flächenplanung

In dieser Woche hat die Landesregierung einen überarbeiteten Entwurf zur Änderung des Landesentwicklungsplans (LEP) vorgelegt. Damit wird ein zentrales Instrument der Raumordnung in Nordrhein-Westfalen weiterentwickelt, mit spürbaren Auswirkungen auf Städte, Gemeinden und Regionen im ganzen Land. Der Landesentwicklungsplan gibt den Rahmen dafür vor, wie sich Siedlungen entwickeln, wie Infrastruktur geplant wird und wie Natur- und Freiräume geschützt werden. Nach zahlreichen Rückmeldungen zum ersten Entwurf wurden viele Punkte nun angepasst und konkretisiert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Schutz von Natur und Wald. Künftig werden entsprechende Flächen grundsätzlich unter Schutz gestellt, während Eingriffe nur noch in klar definierten Ausnahmefällen möglich sind. Gleichzeitig wird die Qualität von Ausgleichsmaßnahmen verbessert, indem geeignete Flächen gezielter gebündelt und planerisch gesteuert werden. Auch der Umgang mit Rohstoffen und Flächen wird neu ausgerichtet. Der Abbau von Sand und Kies soll weiter reduziert werden, während das Recycling von Baustoffen gezielt gestärkt wird. Für die Landwirtschaft bringt der Entwurf ebenfalls wichtige Klarstellungen. Besonders hochwertige Flächen werden besser geschützt, gleichzeitig bleiben Maßnahmen des Natur- und Klimaschutzes möglich. Der Ausbau von Freiflächen-Photovoltaik wird gezielter gesteuert und soll künftig vor allem außerhalb dieser Kernräume stattfinden. Auch für Kommunen ergeben sich neue Spielräume. So wird etwa die Ansiedlung von Lebensmittelgeschäften erleichtert, wenn sie der Nahversorgung dienen. Gleichzeitig eröffnet der Entwurf neue Entwicklungsmöglichkeiten für ehemalige Tagebauflächen, die ein wichtige Bausteine für den Strukturwandel, insbesondere im Rheinischen Revier sind. Ab Mitte März startet nun die nächste Beteiligungsphase. Einen Monat lang haben Kommunen, Verbände und Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Stellungnahmen einzubringen. Danach wird der Entwurf weiter überarbeitet, bevor der Landtag abschließend darüber entscheidet. Für mich ist klar: Der Landesentwicklungsplan legt die Grundlage dafür, wie wir in Zukunft leben, arbeiten und unsere Umwelt schützen. Umso wichtiger ist es, diesen Prozess aktiv zu begleiten und die Perspektiven vor Ort einzubringen.

5. März 2026: Stiftung Museum Schloss Moyland erwirbt Nutzungsrechte an Beuys-Werken

Mit der neuen Vereinbarung zwischen dem Museum Schloss Moyland und dem Joseph Beuys Estate ist ein echter Durchbruch gelungen. Künftig verfügt die Stiftung über umfassende Nutzungsrechte an den Werken von Joseph Beuys aus ihrem Sammlungsbestand. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt diese wegweisende Einigung mit einer einmaligen Förderung von 3,25 Millionen Euro. Ich freue mich sehr über diesen Schritt, denn er stärkt nicht nur einen der wichtigsten Kunststandorte unseres Landes, sondern macht das Werk eines der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts noch besser zugänglich. Das Museum Schloss Moyland beherbergt eine der weltweit bedeutendsten Beuys-Sammlungen und kann diese nun eigenständiger, internationaler und vielfältiger präsentieren. Ganz konkret bedeutet das, Werke können künftig umfassender wissenschaftlich bearbeitet, in großen Ausstellungen gezeigt und in Publikationen international verbreitet werden. Auch digitale Formate, Bildungsangebote und die Präsenz in der Öffentlichkeit lassen sich deutlich ausbauen. Damit wird das Werk von Joseph Beuys nicht nur bewahrt, sondern aktiv in die Gegenwart getragen. Gerade diese Öffnung ist entscheidend. Kunst lebt davon, gesehen, diskutiert und weitergedacht zu werden. Die neue Vereinbarung schafft dafür die Grundlage und stärkt zugleich die kulturelle Strahlkraft Nordrhein-Westfalens weit über die Landesgrenzen hinaus. Für mich ist das ein starkes Signal: Wir investieren gezielt in unser kulturelles Erbe und sorgen dafür, dass es auch für kommende Generationen lebendig bleibt.

25. Februar 2026: Pader-Quellen bekommen Europäisches Kulturerbe-Siegel

Die Paderquellen sind mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet worden und das ist eine wirklich besondere Nachricht für unsere Region. Mit dieser Auszeichnung wird eine Naturlandschaft gewürdigt, die nicht nur beeindruckend schön ist, sondern auch seit Jahrhunderten zeigt, wie eng Natur, Kultur und nachhaltiges Handeln miteinander verbunden sein können. Die Europäische Kommission hebt damit die urbane Flusslandschaft der Pader als einen Ort hervor, der eine besondere Bedeutung für die Geschichte und die gemeinsamen Werte Europas hat. Auf nur wenigen Kilometern wird hier sichtbar, wie Wasser über mehr als 1.200 Jahre das Leben, Wirtschaften und Zusammenleben geprägt hat, von der frühen Nutzung bis hin zu modernen Ansätzen einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Gerade diese Verbindung macht die Pader so besonders: Sie ist Erholungsraum mitten in der Stadt und zugleich ein lebendiges Beispiel europäischer Wasserkultur. Dass Ostwestfalen-Lippe mit dieser Auszeichnung nun auch offiziell als Natur- und Kulturerbe wahrgenommen wird, freut mich sehr. Besonders spannend ist der Blick in die Zukunft: Entlang der Pader entsteht ein Netzwerk aus Lern- und Begegnungsorten, das Bildung, Kultur und europäische Zusammenarbeit miteinander verbindet. Ziel ist es, vor allem junge Menschen für Nachhaltigkeit, den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und die Bedeutung unseres gemeinsamen europäischen Erbes zu sensibilisieren. Für Nordrhein-Westfalen ist es bereits die dritte Auszeichnung dieser Art, nach dem Rathaus in Münster als Stätte des Westfälischen Friedens und dem Altenberger Dom. Mit den Paderquellen kommt nun ein Ort hinzu, der eindrucksvoll zeigt, wie Natur und Kultur gemeinsam Geschichte schreiben. Ich freue mich sehr über diese Anerkennung und finde, sie macht einmal mehr deutlich, welche Schätze direkt vor unserer Haustür liegen.

24. Februar 2026: EMSA-Programm stärkt musikalisches Engagement an Schulen

Ich begrüße dieses Projekt sehr und freue mich, dass es nun weitere ausgebildete Schülermentorinnen und -mentoren gibt. Das Mentoringprogramm von EMSA – Eine (Musik)Schule für alle – zeigt eindrucksvoll, wie junge Menschen ihre eigene Begeisterung für Musik weitergeben und damit andere inspirieren können. Insgesamt 92 Schülerinnen und Schüler im Alter von 11 bis 18 Jahren haben ihren Kurs erfolgreich abgeschlossen. Sie gestalten künftig musikalische Angebote an ihren Schulen, organisieren Auftrittsmöglichkeiten für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler und schaffen Räume zum gemeinsamen Musizieren. Beteiligt sind Schulen aus Dormagen, Hürth, Köln, Leverkusen, Minden, Rösrath, Siegen und Wesel. Die Zertifikate wurden im Rahmen eines Fachtags an der Hochschule für Musik und Tanz Köln überreicht. EMSA ist ein landesweites Kooperationsmodell, das Schulen, Musikschulen und Musikhochschulen miteinander verbindet. Ziel ist es, allen Schülerinnen und Schülern Zugang zu musikalischer Bildung zu ermöglichen und sie in ihrer kreativen Entwicklung zu unterstützen. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert das Programm gemeinsam mit den beteiligten Partnern und stärkt damit die kulturelle Bildung nachhaltig. Für mich ist klar: Wenn junge Menschen ihre Leidenschaft für Musik weitergeben, entsteht weit mehr als Unterricht – es entsteht Gemeinschaft, Kreativität und Selbstvertrauen. Die neuen Mentorinnen und Mentoren leisten dazu einen wichtigen Beitrag und tragen dazu bei, dass Kunst und Kultur für viele junge Menschen erlebbar werden. Ich wünsche allen neuen EMSA-Mentorinnen und -Mentoren viel Erfolg bei ihrer wichtigen Aufgabe und freue mich darauf, die musikalischen Impulse zu sehen, die sie an ihren Schulen setzen werden.

18. Februar 2026: Arbeitsstipendien stärken die Freie Filmszene in Nordrhein-Westfalen

Gerade in der Anfangsphase brauchen Filmprojekte Zeit, Raum und verlässliche Unterstützung, um ihre künstlerische Vision zu entwickeln. Deshalb freue ich mich sehr, dass das Land Nordrhein-Westfalen erneut Arbeitsstipendien für den künstlerischen Film vergeben hat. Mit dieser Förderung unterstützen wir gezielt die freie Filmszene und ermöglichen es Filmschaffenden, ihre Projekte konzentriert weiterzuentwickeln. Die große Resonanz auf das Stipendienprogramm zeigt, wie wichtig diese Unterstützung ist. Insgesamt gingen erneut 160 Bewerbungen ein. Vier Filmschaffende erhalten jeweils ein Stipendium in Höhe von 9.900 Euro. Ziel ist es, gerade in der oft prekären Anfangsphase neuer Projekte eine stabile Grundlage für kreative und künstlerische Arbeit zu schaffen. Für mich steht fest: Nordrhein-Westfalen verfügt über eine vielfältige und starke freie Filmszene. Mit diesen Stipendien geben wir kreativen Ideen die notwendige Unterstützung in einer entscheidenden Entwicklungsphase und schaffen die Grundlage dafür, dass neue filmische Perspektiven entstehen können, die unsere Kulturlandschaft bereichern. Ich gratuliere den Geförderten herzlich zu diesem Erfolg und wünsche ihnen viel Erfolg bei der weiteren Entwicklung ihrer Projekte. Ich freue mich darauf, die Ergebnisse ihrer Arbeit zu sehen und die neuen Impulse, die daraus für die Filmszene in Nordrhein-Westfalen entstehen werden.

17. Februar 2026: progress.nrw: Förderung wird einfacher und erreicht mehr Menschen

Ich bin sehr zufrieden damit, dass die Förderung im Rahmen von „progres.nrw“ nun vereinfacht wird und noch mehr Menschen davon profitieren können. Klimafreundliche Investitionen müssen im Alltag umsetzbar sein. Genau hier setzt die Landesregierung an, indem die Programme fortgeführt und gleichzeitig digitaler und unbürokratischer gestaltet werden. Ein wichtiger Schritt ist die Einführung eines automatisierten Prüfverfahrens. Dadurch können Förderanträge schneller bearbeitet und bewilligt werden. Dieses Pilotprojekt ist Teil des Entlastungspakets der Landesregierung und sorgt dafür, dass Unterstützung dort ankommt, wo sie gebraucht wird, ohne unnötige Hürden. Die große Nachfrage zeigt bereits, wie wichtig diese Programme sind. Allein im vergangenen Jahr konnten 3.400 Haushalte dabei unterstützt werden, Erdwärme als Heizenergie zu erschließen. Zudem wurden fast 6.000 Ladepunkte an Mehrfamilienhäusern und für Beschäftigte gefördert. Das macht deutlich: Viele Menschen wollen ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Auch künftig bleibt der Ausbau der Ladeinfrastruktur ein zentraler Schwerpunkt. Gefördert werden unter anderem Ladepunkte an Mehrfamilienhäusern und bei Arbeitgebern, Schnellladeinfrastruktur für gewerbliche Fahrzeuge sowie öffentlich zugängliche Ladepunkte. Ambulante soziale Dienste und Kommunen erhalten zudem Unterstützung bei der Umstellung auf elektrisch betriebene Fahrzeuge und beim Aufbau der notwendigen Infrastruktur. Ein weiterer Fokus liegt auf einer effizienteren Wärmenutzung. Das Land unterstützt Erdwärmebohrungen für Mehrfamilienhäuser, die Nutzung und Erschließung von Abwärme sowie den Anschluss an Wärmenetze. Auch Weiterbildungen und Beratungsangebote werden gezielt gefördert, um die Wärmewende voranzubringen. Für mich ist klar: Klimaschutz muss im Alltag machbar sein. Mit der Vereinfachung der Förderung sorgen wir dafür, dass mehr Menschen, Kommunen und Unternehmen klimafreundlich investieren können. So bringen wir die Energie- und Verkehrswende konkret voran und stärken gleichzeitig eine nachhaltige Zukunft für Nordrhein-Westfalen.

10. Februar 2026: 28 Millionen Euro für Kreislaufwirtschaft und Innovation - NRW geht voran

Mit den Programmen „Ressource.NRW“, „Zirkuläre Produktion“ und „ZukunftUmweltwirtschaft.NRW“ setzen Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union gezielte Impulse für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Wirtschaft. Gefördert werden anwendungsorientierte Projekte, die Ressourcen effizienter nutzen, Materialien wiederverwerten und umweltschonende Technologien entwickeln. Ziel ist es, ökologische Innovationen schneller in den Markt zu bringen und Unternehmen bei der Transformation zu unterstützen. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen eröffnen sich dadurch neue Möglichkeiten. Investitionen in ressourceneffiziente Technologien, die Entwicklung kreislauforientierter Produktionsprozesse und die Weiterentwicklung nachhaltiger Produkte und Verfahren werden gezielt unterstützt. So bleibt Wertschöpfung im Kreislauf erhalten und der Industriestandort Nordrhein-Westfalen wird langfristig gestärkt. Für mich zeigt diese Förderung klar, wie eng wirtschaftliche Stärke und Umweltverantwortung miteinander verbunden sind: „Wenn Unternehmen Ressourcen effizienter nutzen, Materialien im Kreislauf führen und ökologische Innovationen voranbringen, stärken wir nicht nur den Umwelt- und Klimaschutz, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit unseres Industriestandorts. So entstehen neue Wertschöpfung und sichere, zukunftsfähige Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen.“ Mit diesen Programmen unterstützen Land und Europäische Union gezielt Innovation, Mittelstand und nachhaltige Technologien. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für eine moderne Wirtschaft, die Wachstum, Beschäftigung und den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen miteinander verbindet.

3. Februar 2026: Starkes Team für die kommenden Aufgaben

Die Grüne Landtagsfraktion hat am Dienstag den freien Platz im Fraktionsvorsitz neu besetzt. Die Abgeordneten wählten Mehrdad Mostofizadeh mit 97,3 Prozent der Stimmen zum Fraktionsvorsitzenden. Gemeinsam mit Wibke Brems wird er die Fraktion künftig in einer Doppelspitze führen. Er folgt auf Verena Schäffer, die ihr Amt vor einer Woche nach ihrer Ernennung zur Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration niedergelegt hatte. Mehrdad Mostofizadeh bringt große Erfahrung in diese Aufgabe ein. Er gehört dem Landtag seit 2010 an und war seit 2020 Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion. Bereits in den Jahren 2015 bis 2017 stand er an der Spitze der Fraktion und war anschließend stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Mit seiner Erfahrung und seiner klaren politischen Haltung übernimmt er Verantwortung zu einem wichtigen Zeitpunkt der Legislaturperiode. Mit der Wahl von Mehrdad Mostofizadeh übernimmt Jule Wenzel die Parlamentarische Geschäftsführung und rückt neu in den Fraktionsvorstand auf. Die Abgeordnete aus Duisburg gehört dem Landtag seit 2022 an und ist Sprecherin für Sozialpolitik. Sie wurde mit 86,5 Prozent der Stimmen gewählt. In ihrer neuen Rolle wird sie eine zentrale Funktion für die organisatorische und politische Arbeit der Fraktion übernehmen. Der Fraktionsvorstand wird weiterhin durch Norika Creuzmann als Parlamentarische Geschäftsführerin sowie die stellvertretenden Vorsitzenden Gönül Eğlence, Julia Eisentraut, Dr. Julia Höller und Michael Röls-Leitmann ergänzt. Landtagsvizepräsidentin Berivan Aymaz gehört dem Vorstand beratend an. Insgesamt besteht die Fraktion aus 39 Abgeordneten, 37 von ihnen nahmen an der Abstimmung teil. Ich bin sehr zufrieden mit diesem Ergebnis. Ich freue mich besonders für Mehrdad und Jule und wünsche beiden für ihre neuen Aufgaben viel Erfolg und gutes Gelingen. Mit einem starken und erfahrenen Team ist unsere Fraktion gut aufgestellt, um die kommenden Herausforderungen entschlossen anzugehen und unsere politische Arbeit für Nordrhein-Westfalen weiter voranzubringen.

1. Januar 2026: Neue Entschädigungsverordnung stärkt das kommunale Ehrenamt

In den vergangenen Wochen haben sich überall im Land die Räte, Kreistage, Bezirksvertretungen und viele weitere Gremien gebildet und konstituiert. Zehntausende Menschen in ganz Nordrhein-Westfalen bereiten sich darauf vor, in den kommenden fünf Jahren als ehrenamtliche Mandatsträger*innen Verantwortung für unser demokratisches und freiheitliches Zusammenleben zu übernehmen. Damit das kommunale Ehrenamt attraktiv und leistbar bleibt, braucht es auch eine angemessene Aufwandsentschädigung. Bereits vor zwei Jahren haben wir als schwarz-grüne Koalition daher in einer umfangreichen Initiative zur Stärkung des kommunalen Ehrenamts unter anderem eine Erhöhung der Entschädigungssummen beantragt und im Landtag beschlossen. Zum 1. Januar 2026 tritt nun endlich die neue Entschädigungsverordnung in Kraft. Entschädigungssätze steigen einmalig um mehr als acht Prozent Während die Entschädigungen für die Mitglieder von Räten, Kreistagen, Bezirksvertretungen und Fachausschüssen sowie der Landschaftsversammlungen, des RVR und des Landesverbands Lippe früher immer nur im Abstand mehrerer Jahre angepasst wurden, gilt seit 2024 ein jährlicher Inflationsausgleich von zwei Prozent. Da jedoch zuvor über mehrere Jahre und trotz hoher Inflation keine Anpassung vorgenommen worden war, wird auf unseren Antrag hin nun nachträglich die Anpassung für die Jahre 2021 bis 2023 vorgenommen. Damit wird gewährleistet, dass die realen Werte der Aufwandsentschädigungen gemessen am Ausgangsjahr 2021 nicht dauerhaft schrumpfen. Im Ergebnis steigen die Entschädigungen damit zum 1. Januar 2026 einmalig um 8,24 Prozent. Die genaue Höhe der Entschädigung könnt ihr der Verordnung entnehmen. Ist diese Steigerung gerechtfertigt? Ja, unsere Demokratie lebt maßgeblich vom kommunalen Ehrenamt. Dieses Engagement verlangt den Mandatsträger*innen über Jahre hinweg viel Kraft und Zeit ab – immer auf Kosten von Familie, Job und Freizeit. Um dieses wichtige Engagement zu stärken und das kommunale Ehrenamt für alle Menschen leistbar und attraktiv zu gestalten, haben wir als Landtagsfraktion in den vergangenen Jahren viele weitere Verbesserungen auf den Weg gebracht. Diese wurden inzwischen unter anderem in die Kreis- und Gemeindeordnung aufgenommen. So haben wir die Vereinbarkeit von Ehrenamt und Familie bzw. Beruf sowie die Mitsprache von Jugendlichen und Menschen mit Migrationshintergrund verbessert und die Wehrhaftigkeit kommunaler Gremien gegen Demokratiefeinde gestärkt. Der nun erfolgende Inflationsausgleich in der Entschädigungsverordnung war also von Beginn an eine Maßnahme unter vielen. Können die Kommunen das bezahlen? Ja, richtig ist aber auch, dass unsere Städte und Gemeinden derzeit vor enormen finanziellen Herausforderungen stehen. Umso wichtiger ist es aber auch das kommunale Ehrenamt zu stärken, damit Menschen auch und gerade in schwierigen Zeiten weiterhin als Kommunalpolitiker*innen Verantwortung übernehmen. Denn unsere kommunale Demokratie ist kein Luxusgut, sondern die Grundlage unserer kommunalen Selbstverwaltung. Als solche ist ihre Finanzierung eine Pflichtaufgabe aller Kommunen und kommunaler Verbände, die ebenso wie alle weiteren Pflichtaufgaben einen Inflationsausgleich berücksichtigen muss.

18. Dezember 2025: Landesweite Zuständigkeit des Landgerichts Dortmund für Umweltstrafsachen

Ich begrüße diese Entscheidung ausdrücklich. Mit der landesweiten Zuständigkeit des Landgerichts Dortmund für Umweltstrafsachen gehen wir einen entscheidenden Schritt nach vorn. Der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen braucht eine Justiz, die Umweltdelikte ernst nimmt, konsequent verfolgt und wirksam ahndet. Ab dem 1. Januar 2026 tritt eine entsprechende Rechtsverordnung des Ministeriums der Justiz in Kraft. Nordrhein-Westfalen konzentriert dann alle erst- und zweitinstanzlichen Umweltstrafsachen, die in die Zuständigkeit der Landgerichte fallen, beim Landgericht Dortmund. Damit setzen wir ein klares Signal: Umweltkriminalität ist kein Randthema, sondern betrifft Gesundheit, Natur und gesellschaftliche Verantwortung gleichermaßen. Umweltstrafverfahren sind häufig besonders komplex. Sie erfordern detaillierte Kenntnisse im Umweltstrafrecht sowie technisches und naturwissenschaftliches Fachwissen. Genau deshalb ist die Bündelung der Zuständigkeit so wichtig. Mit der Spezialisierung am Landgericht Dortmund wird gezielt qualifiziertes Personal aufgebaut. Das haben wir dringend gebraucht, um Verfahren sachgerecht, effizient und mit der nötigen Expertise führen zu können., Justizminister Dr. Benjamin Limbach bringt es auf den Punkt: „Wer in organisierten Strukturen auf Kosten von Umwelt und Gesundheit Gewinne erzielt, soll auf eine Justiz treffen, die vorbereitet, erfahren und konsequent handelt. Die neue Zuständigkeitskonzentration stellt sicher, dass dieses Versprechen eingelöst werden kann.“ Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die enge räumliche Anbindung an die Zentralstelle für die Verfolgung der Umweltkriminalität (ZeUK NRW) in Dortmund. Nordrhein-Westfalen verfügt seit November 2023 als einziges Bundesland über eine landesweit zuständige, ausschließlich auf Umweltdelikte spezialisierte Staatsanwaltschaft. Die Bündelung der Verfahren beim Landgericht Dortmund stärkt diese Struktur und verbessert die Zusammenarbeit zwischen Staatsanwaltschaft und Gericht. Für mich ist klar: Mit dieser Entscheidung professionalisieren wir die Verfolgung von Umweltkriminalität weiter. Wir sorgen dafür, dass Umweltdelikte nicht folgenlos bleiben und dass der Schutz von Menschen, Tieren, Pflanzen und unserer Umwelt mit der notwendigen Konsequenz durchgesetzt wird. Das ist ein wichtiger Beitrag zu Rechtsstaatlichkeit, Verantwortung und nachhaltigem Handeln in Nordrhein-Westfalen.

17. Dezember 2025: Haushalt 2026: Verlässlich investieren, die Zukunft sichern

Mit dem Haushalt 2026 setzen wir ein deutliches Zeichen. Der Landtag hat heute einen Etat mit einem Gesamtvolumen von rund 112,3 Milliarden Euro beschlossen. Für mich ist das ein wichtiger Schritt, weil wir auch in schwierigen Zeiten an unserem Kurs festhalten: investieren, priorisieren und Nordrhein-Westfalen zukunftsfest aufstellen. Ein zentraler Schwerpunkt bleibt die Bildung. Mit über 43,5 Milliarden Euro ist sie auch 2026 der größte Posten im Haushalt. Damit stärken wir Kitas, Schulen, Hochschulen und Betreuung und schaffen Verlässlichkeit für Eltern, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher. Diese Investitionen sichern Qualität und Teilhabe im gesamten Bildungssystem und geben allen Beteiligten Planungssicherheit. Besonders wichtig ist mir dabei der Ausbau des Offenen Ganztags im Primarbereich. Knapp eine Milliarde Euro fließt 2026 in den Betrieb der OGS. Damit schaffen wir 20.000 zusätzliche Plätze und richten 229 neue Stellen ein. Insgesamt stehen im kommenden Jahr mehr als 500.000 OGS-Plätze zur Verfügung. Zusätzlich investieren wir weiter in die Infrastruktur: Rund 254 Millionen Euro sind als Jahrestranche 2026 aus dem OGS-Investitionsprogramm vorgesehen. Ein weiterer klarer Schwerpunkt liegt bei der inneren Sicherheit. Über 6,7 Milliarden Euro stehen dafür im Haushalt bereit, davon rund 4,5 Milliarden Euro für die Polizei. So sichern wir die Einsatzfähigkeit, verbessern die technische Ausstattung und treiben den Ausbau einer zeitgemäßen digitalen Infrastruktur voran. Zusätzliche Einstellungen und gestärkte operative Strukturen sorgen dafür, dass unsere Sicherheitsbehörden auch künftig leistungsfähig bleiben. Gleichzeitig stärken wir die kommunale Ebene nachhaltig. Rund ein Drittel des Landeshaushalts fließt direkt an Städte und Gemeinden. Insgesamt werden 2026 rund 42,3 Milliarden Euro ausgezahlt. Allein über das Gemeindefinanzierungsgesetz stehen 16,8 Milliarden Euro zur Verfügung, rund 1,074 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. Das gibt Kommunen den notwendigen Spielraum, um ihre Aufgaben vor Ort zu erfüllen. Mit dem Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur haben wir darüber hinaus das größte Investitionsprogramm der Landesgeschichte auf den Weg gebracht. Insgesamt stehen dafür 31,2 Milliarden Euro bis 2036 bereit, davon 21,3 Milliarden Euro verbindlich für kommunale Projekte. Gefördert werden unter anderem Kitas und Schulen, Verkehrsinfrastruktur, Digitalisierung, Sport und Klimaschutz. Ergänzend stehen allein im Jahr 2026 weitere 12,6 Milliarden Euro für zukunftsgerichtete Investitionen zur Verfügung, etwa für Digitalisierung, klimaneutrale Technologien und die wirtschaftliche Transformation. Für mich ist klar: Dieser Haushalt steht für Verantwortung und Verlässlichkeit. Wir investieren in Bildung, Sicherheit, starke Kommunen und eine moderne Infrastruktur. So legen wir das Fundament für eine lebenswerte Zukunft und einen starken Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen. Dafür setze ich mich auch weiterhin mit voller Überzeugung ein.

5. Dezember 2025: Umweltkongress: Nachhaltigkeit mutig weiterdenken und konkret werden

Über 400 Menschen sind am Samstag der Einladung der Grünen Fraktion zum großen Umweltkongress in den Landtag gefolgt. Für mich war das ein starkes Zeichen. Der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewegt viele Menschen und der Austausch zwischen Politik, Zivilgesellschaft und Expertinnen und Experten ist wichtiger denn je. Gemeinsam mit meinem Kollegen Frank Jablonski habe ich den Workshop „Nachhaltigkeit in Kunst & Kultur – ein kritischer Blick auf den Status quo“ angeboten. Ausgangspunkt war die Frage, wie weit wir bei der Verankerung von Nachhaltigkeit im Kulturbereich eigentlich wirklich sind. Zwar beschäftigen sich seit Längerem verschiedenste Ebenen, Gremien und Fortbildungsprogramme mit dem Thema. Es wird über Best Practices, Bilanzierung, Maßnahmenkataloge und das „Ins Handeln kommen“ gesprochen. Doch genau hier haben wir bewusst innegehalten und kritisch gefragt: Sind wir tatsächlich schon im Handeln angekommen oder bewegen wir uns oft noch im Diskurs? Diese kritische Reflexion war mir besonders wichtig. Denn Nachhaltigkeit in Kunst und Kultur bedeutet mehr als gute Konzepte auf dem Papier. Sie muss im Alltag von Einrichtungen, Projekten und Förderstrukturen spürbar werden. Der Workshop hat gezeigt, wie groß der Wunsch nach ehrlicher Bestandsaufnahme und offenem Austausch ist. Der Kongress bot darüber hinaus ein breites inhaltliches Programm. Besonders beeindruckt hat mich die Rede von Fußballlegende Ewald Lienen, der heute als Klimabotschafter des Kreises Lippe tätig ist. Seine Worte machten deutlich: Der Naturschutz hat viele Unterstützerinnen und Unterstützer, doch wir müssen noch mehr werden, denn Zeit zu verlieren haben wir nicht. Für mich steht fest: Die Impulse dieses Tages dürfen nicht verpuffen. Ob in der Umweltpolitik insgesamt oder ganz konkret im Bereich von Kunst und Kultur – jetzt kommt es darauf an, die Diskussionen weiterzuführen und konsequent in die politische Arbeit zu integrieren. Genau dafür nehme ich aus dem Umweltkongress viele Anregungen mit.

28. November 2025: Land übernimmt GEMA-Gebühren für gemeinnützige Veranstaltungen

Nordrhein-Westfalen ist ein Land des Ehrenamts. Überall im Land sorgen Vereine, Initiativen, Feuerwehren und kirchliche Gruppen dafür, dass Gemeinschaft entsteht und Kultur lebendig bleibt. Doch immer höhere Kosten und bürokratische Vorgaben stellen viele von ihnen vor enorme Herausforderungen. Gerade dann, wenn sie Feste oder Veranstaltungen organisieren, die für das gesellschaftliche Miteinander so wichtig sind. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir einen entscheidenden Schritt gehen. Gemeinwohlorientierte, ehrenamtlich getragene Veranstaltungen sollen künftig von den verbleibenden GEMA-Gebühren entlastet werden. Damit schaffen wir echte Unterstützung für diejenigen, die unser Zusammenleben tragen. Denn ob Sommerfest, Karnevalsfeier, Schützenumzug oder Adventskonzert, Musik gehört zu all den Momenten, in denen Menschen zusammenkommen. Für professionelle oder kommerzielle Anbieter sind GEMA-Gebühren eingepreist. Für Ehrenamtliche bedeuten sie jedoch häufig spürbare Mehrkosten und zusätzlichen Aufwand. Schon öfters waren dies Gründe, die geplanten Veranstaltungen nicht durchzuführen. Durch die pauschale Übernahme dieser Gebühren machen wir deutlich: Gemeinschaftsfeste sollen nicht an bürokratischen Hürden oder finanziellen Belastungen scheitern. Ich halte das für ein wichtiges, praktisches und wirksames Zeichen der Wertschätzung gegenüber allen, die ihre Zeit, Kraft und Leidenschaft für ihr zu Hause und ihre Vereine einsetzen. Gleichzeitig investieren wir weiter in die infrastrukturellen Grundlagen des Ehrenamts. Mit der Weiterentwicklung der Heimatförderung wollen wir die energetische Sanierung von Vereinsheimen, den Erhalt identitätsstiftender Orte und auch den Umbau von Gerätehäusern freiwilliger Feuerwehren unterstützen. Wer Räume der Begegnung schafft, stärkt Demokratie, Zusammenhalt und das Vertrauen der Menschen ineinander. Mit diesem Antrag setzen wir als schwarz-grüne Koalition genau dort an und schaffen die Voraussetzungen dafür, dass das Ehrenamt auch in Zukunft stark bleibt.

8. November 2025: Das Landesantidiskriminierungsgesetz kommt

Mit dem Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) setzen wir ein deutliches Zeichen für Fairness, Respekt und eine demokratische Kultur der Wertschätzung. Endlich schaffen wir einen klaren Rechtsrahmen gegen Diskriminierung durch staatliche Stellen. Dabei stärken wir die Rechte derjenigen, die Schutz besonders brauchen. Ziel des Gesetzes ist es, Diskriminierung durch staatliche Stellen konsequent zu verhindern und allen Menschen einen wirksamen Schutz zu bieten, unabhängig davon, ob sie von antisemitischen oder rassistischen Zuschreibungen, ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihrem Geschlecht, ihrer Sexualität, einer Behinderung oder ihrem Alter betroffen sind. Das LADG schließt bestehende rechtliche Lücken, knüpft an europäische Vorgaben an und ermöglicht künftig Schadensersatz, wenn Menschen durch Behörden diskriminiert werden. Damit schaffen wir Klarheit und stärken das Vertrauen in demokratische Institutionen. Besonders wichtig ist mir, dass Betroffene künftig nicht allein gelassen werden. Das Gesetz sieht vor, dass Menschen, die Diskriminierung durch Behörden erleben, besser beraten und bei rechtlichen Schritten unterstützt werden. Gleichzeitig erhalten die Beschäftigten des Landes klare Leitlinien für diskriminierungsfreies Verwaltungshandeln. So entsteht mehr Rechtssicherheit für beide Seiten und ein behördliches Miteinander, das Chancengerechtigkeit ernst nimmt und strukturelle Benachteiligungen abbaut. Wie notwendig dieser Schutz ist, zeigen die steigenden Zahlen antisemitischer und rassistischer Vorfälle, aber auch die Einschätzungen vieler Menschen, dass mehr gegen Extremismus und Ausgrenzung getan werden muss. Ich unterstütze dieses Gesetz aus voller Überzeugung, denn es steht für ein modernes, offenes und vielfältiges Nordrhein-Westfalen. Wie unsere Ministerin Josefine Paul es formuliert hat: „Jeder Mensch soll hier sicher und frei von Diskriminierung leben können.“ Das LADG trägt dazu bei, die demokratische Kultur zu stärken, Teilhabe zu erleichtern und den respektvollen Umgang miteinander zu fördern. Der Gesetzentwurf geht nun in die Verbändeanhörung und soll im kommenden Jahr im Landtag beschlossen werden. Ich bin dankbar, dass wir diesen wichtigen Weg gehen, für mehr Wertschätzung, Fairness und ein deutliches Nein zu Diskriminierung in unserem Land.

6. November 2025: Über 367 Millionen Euro für Bielefeld – so unterstützt das Land unsere Stadt 2026

Ich freue mich sehr, dass Bielefeld im kommenden Jahr über 367 Millionen Euro aus der NRW-Gemeindefinanzierung erhält. Das ist ein deutlicher Aufwuchs und ein zentraler Beitrag dafür, dass unsere Stadt auch in schwierigen Zeiten handlungsfähig bleibt. Mit diesen Mitteln können wir weiter in Schulen und Kitas investieren, in einen leistungsfähigen ÖPNV und in mehr Stadtgrün, das uns vor Hitze schützt und Lebensqualität schafft. Landesweit stellt Nordrhein-Westfalen über das Gemeindefinanzierungsgesetz 16,84 Milliarden Euro zur Verfügung, so viel wie nie zuvor. Als schwarz-grüne Koalition halten wir unser Wort. Wir finanzieren kommunale Aufgaben solide, wir schaffen Planungssicherheit, und wir bleiben verlässliche Partner für die Städte und Gemeinden. Zur Wahrheit gehört aber auch, die Herausforderungen bleiben groß. Hohe Sozialausgaben, steigende Kosten und notwendige Zukunftsinvestitionen treffen viele Haushalte hart. Genau deshalb gehen wir weiter. Mit der landesseitigen Übernahme der kommunalen Altschulden und dem NRW-Plan für gute Infrastruktur, der in den nächsten zwölf Jahren über 31 Milliarden Euro in unsere Kommunen lenkt.

2. November 2025: Kulturetat steigt: Jetzt gestalten wir die Zukunft der Kultur in NRW

Es ist uns gelungen, gemeinsam mit der CDU und Kulturministerin Ina Brandes den Kulturetat für 2026 um 8 Millionen Euro zu erhöhen. In Zeiten großer finanzieller Herausforderungen ist das ein deutliches kulturpolitisches Signal. Die Landesregierung hält Wort, geplante Kürzungen werden nicht umgesetzt und das Förderniveau kehrt auf den Stand von 2022 zurück. Für uns ist das mehr als nur eine Zahl im Haushalt, es ist eine klare Anerkennung dafür, welchen Beitrag Kunst und Kultur für eine vielfältige, demokratische Gesellschaft leisten. Mit der Haushaltssteigerung sichern wir nicht nur die Stabilität vieler bestehender Programme, sondern halten auch an den kulturpolitischen Schwerpunkten dieser Legislatur fest: die Stärkung der Freien Szene, die Förderung der Soziokultur, die Weiterentwicklung der Provenienzforschung, der Einsatz künstlicher Intelligenz sowie die Themen Diversität, Nachhaltigkeit und soziale Absicherung. Damit bleibt die grüne Handschrift in der Kulturpolitik klar erkennbar. Gleichzeitig ist klar, die Erhöhung des Etats ist nicht das Ende der Arbeit, sondern der Anfang. Jetzt steht die entscheidende Phase bevor. Wir werden gemeinsam beraten, wie die zusätzlichen Mittel gezielt eingesetzt werden, um Kultur in NRW langfristig zu stärken.

22. Oktober 2025: Rekordinvestition für Kinder, Klima und Kommunen – Verlässlich in die Zukunft investieren

Mit dem Nordrhein-Westfalen-Plan setzen wir als schwarz-grüne Koalition ein deutliches Signal: Wir investieren langfristig und verlässlich in die Zukunft unseres Landes. Insgesamt stellen wir 31,2 Milliarden Euro bereit. Ein Schritt, der zeigt, dass wir Verantwortung übernehmen, Infrastruktur modernisieren und den Investitionsstau der vergangenen Jahrzehnte endlich auflösen. Besonders froh bin ich darüber, dass rund 70 Prozent dieser Summe, also 21,3 Milliarden Euro, an unsere Kommunen gehen. Denn sie wissen am besten, wo vor Ort Schulen saniert, Straßen instandgesetzt oder Kitas ausgebaut werden müssen. Die Kommunen erhalten dabei nicht nur Geld, sondern vor allem verbindliche Planungssicherheit und Gestaltungsspielraum. Ein Großteil der Mittel wird unbürokratisch als pauschale Zuweisung vergeben, so können Räte und Kreistage schnell entscheiden, was wirklich gebraucht wird. Gleichzeitig setzen wir klare Zukunftsschwerpunkte. Bildung und Betreuung, Klimaschutz und energetische Sanierung, Verkehrsinfrastruktur, Digitalisierung und soziale Teilhabe stehen für uns im Vordergrund. Damit schaffen wir Investitionen, die für die Menschen spürbar werden. Zusätzlich sichern wir bestehende Förderprogramme in Milliardenhöhe ab, garantieren die kommunalen Investitionspauschalen für die nächsten zwölf Jahre und übernehmen die kommunalen Altschulden in Höhe von 9 Milliarden Euro. Das bedeutet, Nordrhein-Westfalen stärkt und befähigt seine Kommunen wie nie zuvor. So stellen wir uns eine verlässliche, moderne und handlungsfähige Landespolitik vor, gemeinsam, solidarisch und mit Blick auf die Zukunft unseres Landes.

1. Oktober  2025: Wählen mit 16 - NRW senkt das Wahlalter und stärkt die Demokratie

Jugendliche in Nordrhein-Westfalen dürfen künftig ab 16 Jahren bei Landtagswahlen ihre Stimme abgeben. Damit erhalten rund 300.000 junge Menschen die Möglichkeit, selbst über ihre Zukunft mitzuentscheiden. Der Entwurf unseres neuen Wahlrechts zeigt, dass wir die Interessen junger Menschen ernst nehmen, ihre Perspektiven wertschätzen und ihre Selbstbestimmung stärken wollen. Ich bin davon überzeugt, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben. Denn bereits heute bringen junge Menschen viel Engagement, Wissen und Verantwortung in unsere Gesellschaft ein. Sei es in der Schule, im Ehrenamt oder in politischen Initiativen. Dass sie nun auch auf Landesebene mitbestimmen können, ist ein wichtiger Schritt hin zu einer lebendigen Demokratie, die von Beteiligung und Vertrauen lebt. Das Wahlalter 16 steht für ein modernes, offenes Nordrhein-Westfalen. Es zeigt, dass wir die Demokratie weiterentwickeln und allen Generationen die Möglichkeit geben wollen, ihre Stimme zu erheben. Gerade für diejenigen, um deren Zukunft es geht Ich unterstütze diesen Schritt mit voller Überzeugung, weil Demokratie nur dann stark bleibt, wenn sie alle mitnimmt.

18. September 2025: Yvonne Hellmann wird neue stellvertretende Richterin am Verfassungsgerichtshof NRW

Ich freue mich sehr über die Wahl von Yvonne Hellmann zur stellvertretenden Richterin am Verfassungsgerichtshof unseres Landes. Sie folgt auf Prof. Dr. Christoph Gusy und wird Dr. Claudio Nedden-Boeger vertreten. Für mich ist das mehr als nur eine Personalie: Frau Hellmann steht für juristische Exzellenz und für ein klares Bekenntnis zu unserer demokratischen Verfassung. Als Richterin am Bundesverwaltungsgericht, frühere Oberverwaltungsrichterin in NRW und wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Bundesverfassungsgericht bringt sie nicht nur fachliche Tiefe mit, sondern auch ein ausgeprägtes Gespür für Gerechtigkeit und Verantwortung. Und: Sie ist als Lehrbeauftragte an der Uni Bielefeld auch in unserer Region fest verankert. Was mich besonders freut: Die Wahl im Landtag verlief dieses Mal so, wie man es sich in einer Demokratie wünschen darf – respektvoll, sachlich und fair. Gerade nach den unschönen Debatten um die letzte Kandidatur ein wichtiges Signal. Yvonne Hellmann wird das höchste Gericht unseres Landes in den kommenden zehn Jahren mitgestalten. Ich bin überzeugt: Das ist ein echter Gewinn – für NRW, für unsere Demokratie und nicht zuletzt für Bielefeld.

12. September 2025: Empörung ohne Substanz: Die Kita-Debatte vor der Wahl

Kurz vor den Kommunalwahlen hat die SPD mit ihrer Kampagne rund um angebliche neue Kita-Gebühren gezielt Verunsicherung geschürt – auf Basis eines internen Arbeitspapiers, das keinerlei Beschlusslage darstellt. In der Aktuellen Stunde im Landtag hat Ministerin Josefine Paul (GRÜNE) ein für alle Mal klargestellt: Die beitragsfreien Kita-Jahre bleiben – unabhängig von der gebuchten Betreuungszeit. Auch die CDU bekräftigte das Koalitionsversprechen: Keine zusätzlichen Gebühren für Eltern in den beitragsfreien Jahren. Die Koalition investiert weiterhin gezielt in frühkindliche Bildung – unter anderem durch die Erhöhung der Kindpauschalen um 9,5 Prozent ab 2025/26. Was SPD und FDP als „Skandal“ inszenieren wollten, war in Wahrheit ein vertraulicher Austausch mit Trägern und Kommunen über zukünftige Herausforderungen im Kita-System – etwa zur Personalgewinnung, zu Verlässlichkeit und Qualität der Betreuung. In einer sich wandelnden Gesellschaft ist es legitim, über strukturelle Verbesserungen nachzudenken. Wer daraus jedoch bewusst Falschinformationen zieht, spielt mit der Unsicherheit von Familien. Die GRÜNE Fraktion hat dabei klar Stellung bezogen: •Keine Gebührenwiedereinführung. •Klarer Fokus auf Chancengerechtigkeit und Bildung von Anfang an. •Wertschätzung und Stärkung aller pädagogischen Fachkräfte – auch Kinderpfleger*innen. Die Polemik der Opposition entwertet nicht nur die Arbeit vieler engagierter Fachkräfte – sie lenkt auch vom eigentlichen Problem ab: dem echten Fachkräftemangel und der notwendigen Weiterentwicklung des Kibiz.

9. September 2025: Transportbranche stärken: Faire Bedingungen für systemrelevante Berufe

Berufskraftfahrerinnen und -fahrer leisten einen unverzichtbaren Beitrag für Versorgung, Mobilität und wirtschaftliche Stabilität – auch in Nordrhein-Westfalen, dem zentralen Logistikstandort Europas. Doch der Fachkräftemangel verschärft sich. Allein in Deutschland fehlen rund 80.000 Fahrer*innen. Deshalb setzen wir GRÜNE uns für bessere Arbeitsbedingungen ein: faire Löhne, verlässliche Arbeitszeiten und eine Infrastruktur, die Pausen überhaupt möglich macht – etwa durch mehr sichere Stellplätze und sanitäre Anlagen. Wer Verantwortung im Verkehr übernimmt, verdient mehr als Applaus: nämlich Respekt, Sicherheit und gute Rahmenbedingungen. Auch Ausbildung und Berufszugang müssen gerechter werden – etwa durch den Abbau bürokratischer Hürden, digitale Verfahren bei Qualifikationen und niedrigere Kosten. Die gezielte Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland kann helfen, dem demografischen Wandel zu begegnen – sofern klare Standards gelten: gute Löhne, faire Arbeitsbedingungen und konsequente Kontrolle gegen Sozialdumping. Wir setzen uns auf Bundes- und EU-Ebene für Lösungen ein, die soziale Verantwortung und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit verbinden. Denn ohne funktionierenden Transport steht nicht nur der Lkw still – sondern ein Teil unserer Gesellschaft. Zu Antrag: https://gruene-fraktion-nrw.de/parlament/mehr-fachkraefte-fuer-die-transportbranche-ausbildung-und-arbeitsbedingungen-fuer-fahrpersonal-verbessern/

11. September 2025: Circular Economy: Ressourcen schützen – Zukunft gestalten

Mit der neuen Leitstelle für Circular Economy baut NRW seine Vorreiterrolle in der Kreislaufwirtschaft aus. Ziel ist es, Rohstoffe effizient zu nutzen, Produkte langlebiger zu machen und Wertstoffe im Kreislauf zu halten – statt sie zu verschwenden. Die Leitstelle bei NRW.Energy4Climate wird zur zentralen Plattform für Austausch, Beratung und Projektentwicklung. Sie vernetzt Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft – denn Transformation gelingt nur gemeinsam. Für uns GRÜNE ist klar: Eine starke Circular Economy schützt Klima und Umwelt, macht NRW unabhängiger von Rohstoffimporten und schafft neue, zukunftsfeste Jobs. Die neue Leitstelle ist ein entscheidender Baustein auf dem Weg zu einem klimagerechten, innovativen und resilienten Wirtschaftsstandort. https://www.umwelt.nrw.de/nordrhein-westfalen-schliesst-sich-der-kreis-landesregierung-richtet-neue-leitstelle-fuer-circular

11. September 2025: Demokratische Resilienz im Netz stärken: „Muslim aktiv und weltoffen“

Extremisten nutzen den digitalen Raum, um gezielt junge Menschen zu beeinflussen. Mit dem Projekt „Muslim aktiv und weltoffen“ setzt das Land NRW ein starkes Gegengewicht: Die Plattform bietet faktenbasiertes Wissen über den Islam – lebensnah, antidiskriminierend und demokratisch fundiert. In Formaten wie Videos, Podcasts und Faktenchecks wird religiöse Mündigkeit gestärkt und islamistischen sowie islamfeindlichen Narrativen etwas entgegengesetzt. Die Plattform richtet sich besonders an junge Muslim:innen, die online nach Orientierung suchen – und will ihnen zeigen: Es gibt eine andere, offene und selbstbestimmte Perspektive. Für uns GRÜNE ist diese Art von Prävention zentral: gegen Radikalisierung, für Teilhabe und Vielfalt. „Muslim aktiv und weltoffen“ ist Teil des Maßnahmenpakets „Sicherheit, Migration und Prävention“, das nach dem Anschlag in Solingen 2024 initiiert wurde. https://www.land.nrw/pressemitteilung/digitale-plattform-muslim-aktiv-und-weltoffen-spricht-junge-menschen-den-sozialen

25. August 2025: E-Sport fördern – digital, gemeinnützig, gerecht

E-Sport ist längst Teil der Jugendkultur – kreativ, strategisch, digital vernetzt. Deshalb braucht es klare politische Rahmenbedingungen. Mit unserem Antrag zur Stärkung des E-Sports setzen wir uns dafür ein, dass ehrenamtliches Engagement in diesem Bereich endlich als gemeinnützig anerkannt wird. Besonders Sportvereine, die E-Sport-Abteilungen aufbauen möchten, stoßen bisher auf rechtliche Unsicherheiten. Die Gemeinnützigkeit würde ihnen Zugang zu Förderprogrammen, steuerliche Vorteile und stärkere Nachwuchsarbeit ermöglichen. Gleichzeitig ist es ein Schritt zu mehr Teilhabe und Vielfalt im digitalen Raum. E-Sport kann ein Ort der Inklusion, Bildung und Innovation sein – wenn er verantwortungsvoll gestaltet wird. Nordrhein-Westfalen geht hier voran. Zum Antrag: https://gruene-fraktion-nrw.de/parlament/e-sport-als-teil-der-digitalen-und-sportlichen-zukunft-nordrhein-westfalens-staerken/

1. September 2025: Musikschuloffensive NRW – ein voller Erfolg

Musikschulen sind Orte, an denen Kinder und Jugendliche Kreativität entdecken, Talente entfalten und wichtige Erfahrungen fürs Leben sammeln. Mit der Musikschuloffensive hat das Land NRW diese Arbeit gezielt gestärkt – und die nun vorliegende Evaluation zeigt: Der Weg war richtig. Aktuell nehmen 148 von rund 180 öffentlichen Musikschulen teil. Das bedeutet stabile Strukturen, mehr feste Stellen für Lehrkräfte und bessere Bildungsangebote vor Ort. In mindestens 17 Kommunen wurden geplante Kürzungen zurückgenommen, um Teil der Offensive zu bleiben – ein starkes Signal. Die Ergebnisse im Überblick: 72 % der Musikschulen berichten von pädagogischen Verbesserungen. Fast zwei Drittel konnten ihre Organisation stärken. Über 40 % sehen Fortschritte in Öffentlichkeitsarbeit und Kooperationen. Besonders wichtig ist die Kontinuität: Verlässliche Strukturen und gute Arbeitsbedingungen ermöglichen eine langfristige pädagogische Arbeit – vom Musikunterricht in der Kita bis zur gezielten Talentförderung. Die Musikschuloffensive zeigt, wie gezielte Investitionen in kulturelle Bildung direkt wirken – in den Einrichtungen, bei den Lehrkräften und vor allem bei den jungen Menschen. Musikalische Bildung ist kein Luxus, sondern ein zentraler Baustein einer vielfältigen und gerechten Gesellschaft. Zur Evaluation: https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMV18-4119.pdf

26. März 2025: Ein unabhängiger Polizeibeauftragter für NRW

Nach über 15 Jahren Einsatz ist es so weit: CDU und GRÜNE bringen das Gesetz für einen unabhängigen Polizeibeauftragten in den Landtag ein. Damit entsteht eine zentrale Anlaufstelle für Bürgerinnen und Polizistinnen – als Vermittlerin, Aufklärer*in und Frühwarnsystem. Ziel ist eine moderne Fehlerkultur und mehr Vertrauen in unsere Polizei. Bürger*innen, die schlechte Erfahrungen mit der Polizei gemacht haben, können sich künftig unabhängig und auch anonym an die neue Stelle wenden. Beschwerden werden geprüft, strukturelle Probleme aufgedeckt und Empfehlungen zur Verbesserung ausgesprochen. Auch Polizeibeamt*innen erhalten eine vertrauliche Möglichkeit, sich mit Anliegen direkt – ohne Einhaltung des Dienstwegs – an den oder die Beauftragte zu wenden. Das stärkt jene, die täglich mit hoher Verantwortung im Einsatz sind, und ermöglicht einen offenen Umgang mit Problemen innerhalb der Organisation. Um effektiv arbeiten zu können, erhält der oder die Beauftragte umfassende Befugnisse – von Akteneinsicht über Befragungen bis zur Teilnahme an Einsatzlagen. Sieben zusätzliche Stellen zur Unterstützung sind im Haushalt 2023 bereits eingeplant. Meiner Meinung nach ist das ein wichtiger Schritt für mehr Transparenz, eine bürgernähere Polizei und eine moderne Fehlerkultur. Damit stärken wir Vertrauen – nach innen wie nach außen. https://gruene-fraktion-nrw.de/fachnewsletter-ausgaben/derdie-unabhaengige-polizeibeauftragte-kommt/

11. März 2025: 620.000 Euro für inklusive Modellprojekte in Bethel

Die Sozialstiftung NRW fördert zwei innovative Projekte der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel mit insgesamt 620.000 Euro. Mit 445.500 Euro wird das Projekt BiSi – Beschäftigung im Sozialraum Inklusiv unterstützt. Ziel ist es, Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen den Zugang zu passenden Beschäftigungsangeboten zu erleichtern. Rund die Hälfte dieser Personengruppe ist ohne Erwerbsarbeit – BiSi will hier Strukturen schaffen, die eine sinnvolle Tagesstruktur, Teilhabe und langfristige Perspektiven ermöglichen. Das Projekt BEAT – Bethel.regional Erprobt Assistive Technologien erhält 175.000 Euro. Im Mittelpunkt steht der Einsatz digitaler, assistiver Technik in Wohneinrichtungen. Erprobt werden Technologien, die Menschen mit Behinderung im Alltag mehr Selbstbestimmung ermöglichen. BEAT ist Teil eines landesweiten Verbundvorhabens zur Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe. Beide Projekte werden wissenschaftlich begleitet und praxisnah umgesetzt. Die Erkenntnisse sollen auch über Bethel hinaus Impulse für die Weiterentwicklung von Teilhabeangeboten in Nordrhein-Westfalen geben. Diese Förderung ist für mich ein starkes Signal für inklusive Sozialpolitik. Sie verbindet Innovation mit konkretem Nutzen für Menschen, die oft wenig öffentliche Aufmerksamkeit erhalten. Besonders bemerkenswert ist die Kombination aus digitaler Teilhabe, sozialräumlicher Integration und wissenschaftlicher Begleitung – ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Gerechtigkeit und Selbstbestimmung. https://www.bethel.de/aktuelles/pressemitteilungen/foerderung-durch-die-sozialstiftung-nrw

31. Januar 2025: Erster landesweiter Bürgerrat in NRW beschlossen

Der nordrhein-westfälische Landtag hat auf Antrag von CDU, SPD und Grünen die Durchführung des ersten landesweiten Bürgerrates beschlossen. Die Losversammlung mit 80 ausgelosten Personen ab 16 Jahren soll 2026 stattfinden. Die Auswahl soll die Bevölkerung repräsentativ abbilden – unter Berücksichtigung von Alter, Geschlecht, Herkunft, Bildung und Lebenslagen. Das Thema des Bürgerrates wird im Parlament festgelegt. Nach bis zu zehn Wochen Beratung – in Präsenz und digital – legt der Bürgerrat dem Landtag Empfehlungen vor. Diese werden im Plenum debattiert und anschließend in den zuständigen Ausschüssen beraten. Der gesamte Prozess wird wissenschaftlich begleitet. Ich halte die Einführung eines landesweiten Bürgerrates für einen wichtigen Schritt, um unsere Demokratie zu stärken und breitere gesellschaftliche Perspektiven in politische Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Gerade in einer Zeit, in der sich viele Menschen von der Politik nicht mehr vertreten fühlen, kann ein gut konzipierter Bürgerrat helfen, neue Brücken zu bauen. Die Zusammensetzung nach bestimmten Kriterien wie Alter, Herkunft oder Bildung ist für mich kein Widerspruch zur Zufallsauswahl – im Gegenteil: Nur so wird sichergestellt, dass wirklich unterschiedliche Lebensrealitäten vertreten sind. Ich finde es daher bedauerlich, dass FDP und AfD den Bürgerrat ablehnen, anstatt das Potenzial dieses Formats konstruktiv zu nutzen. Demokratie lebt vom Mitmachen – und Bürgerräte können ein Teil davon sein. Bereits 2021 hatte eine Enquetekommission Bürgerräte empfohlen, um neue Beteiligungsformate zu erproben. CDU und Grüne hatten zwei Bürgerräte im Koalitionsvertrag vereinbart. https://www.buergerrat.de/aktuelles/erster-landesweiter-buergerrat-in-nrw-beschlossen/

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